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Organisationsformen

Unabhängig davon, ob die Schulbibliothek als  selbstständige  Schulbibliothek, in Kooperation mit einer öffentlichen Bibliothek oder über Schulbibliothekarische Servicestellen organisiert wird, sie erfüllt in der Schule eine Vielzahl an Funktionen.

Sie ist zentraler Medienraum, zentraler Informationsbereich, Ort der Leseförderung, Unterrichtsraum und Kommunikationsraum. Welche dieser Funktionen im Vordergrund steht, kann man am Bibliothekskonzept ablesen. Ein besonders gutes Beispiel bietet das Eugen-Bolz-Gymnasium in Rottenburg: Bibliothekskonzept EBG

 

Die Schulbibliothek als zentraler Medienraum

Die moderne Schulbibliothek ist das Medienzentrum der Schule, in dem alle schulischen Bestände dem Schulprofil entsprechend präsentiert werden. Früher oftmals in getrennten Räumen untergebrachte Teilbestände - Schülerlesebücherei, Lehrerbibliothek und Kollegstufen- oder Seminarbibliothek - werden heute in einem zentralen Raum, gegliedert in unterschiedliche Funktionsbereiche, dargeboten. (siehe: Raumplanung Funktionsbereiche)

 

Die Schulbibliothek als zentraler Informationsbereich

Eine inhaltlich und technisch gut ausgestattete Schulbibliothek bildet das Informations- und Wissenszentrum der Schule. Schüler und Lehrer finden in ihr die für Unterricht und Lernen benötigten Daten und Fakten. Aus dem Unterricht entstehende Fragen werden durch die eigenverantwortliche Nutzung von Sach- und Fachbüchern, Informationsmitteln in gedruckter wie elektronischer Form in der Schulbibliothek bearbeitet und geklärt. Die Schulbibliothek bietet jedem Schüler individuelle, seinem Wissensstand, Lerntempo und Lernmethodik angemessene Informations- und Lernmöglichkeiten.

 

Die Schulbibliothek als Ort der Leseförderung

Gute Lesefähigkeit und Freude am Lesen sind Voraussetzungen nicht nur für die Entwicklung einer ausreichenden Lesekompetenz - noch immer essentiell für den schulischen wie beruflichen Erfolg - sie erweisen sich auch als grundlegend für die erfolgreiche Nutzung elektronischer Medien. Wenn die Schulbibliothek mit allen ihren Aufgaben und Funktionen zum lebendigen Teil einer Schule wird, baut sich eine etwaige Schwellenangst der Schüler ab. Die Schulbibliothek ermuntert zum freien Lesen ohne schulischen Zwang. Einladend gestaltet ist sie ein Forum vielfältiger schulischer Aktivitäten, die das Lesen als interessante, spannende Tätigkeit auch in der Freizeit bewusst macht. Damit werden nachhaltig Bemühungen der modernen Unterrichtsdidaktik, besonders die Lesefertigkeit zu fördern, unterstützt. (siehe:  Leseförderung)

 

Die Schulbibliothek als Unterrichtsraum

Eine Schulbibliothek, die über ein entsprechendes Angebot an Arbeitsmöglichkeiten verfügt, ist Fachraum, wenn es um Bearbeitung, Vermittlung und Einübung von aktuellen, fächerübergreifenden Themen geht. Sie eignet sich als Unterrichtsraum, wenn Themen behandelt werden, die in starkem Maße vom Zugriff auf gedruckte wie elektronische Datenquellen profitieren und die auf audiovisuelle Vermittlung angewiesen sind. Sie lässt unterschiedliche Arbeitsformen wie Klassengespräch, Gruppenarbeit und Einzellernen zu. Lernergebnisse können jederzeit präsentiert werden und so direkt an die Mitschüler weitergegeben werden. (siehe: Lernort Bibliothek)

 

Die Schulbibliothek als Kommunikationsraum

Keine andere schulische Einrichtung eignet sich besser als die Schulbibliothek, wenn es um die Öffnung von Schule und die Entwicklung eines kommunikativen Schulprofils geht. Die Entwicklungen hin zur Ganztagsschule, der daraus erwachsende Bedarf an Räumen, die freie wie betreute Beschäftigung außerhalb des Unterrichts zulassen, werden durch den Ausbau der Bibliothek zu einem Kommunikationsraum unterstützt. Als flexible, offene Einrichtung schlägt die Schulbibliothek die Brücke zwischen Schule und Freizeit, indem sie viele Formen der Kommunikation zulässt und als Forum vielfältiger Veranstaltungen und Angebote zur Verfügung steht. (z.B. Ausstellungen)