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Schulbibliothek - Grundlagen

Die Schulbibliothek* gehört zur Grundausstattung jeder Schule. Sie ist als multifunktionaler Ort angelegt, das heißt sowohl Unterricht und Lernen, Projektarbeit und Hausaufgaben als auch Kommunikation und Entspannung haben dort ihren Platz.
Eine moderne Schulbibliothek bietet viele Medienarten: Bücher, Comics/Mangas, Zeitschriften, Zeitungen, Non-Books (z. B. Hörbücher, Filme, Spiele), den Zugriff auf E-Books, Datenbanken und das Internet und die Möglichkeit PCs oder mobile Geräte wie Laptops oder Tablets zu nutzen. Nur so kann sie Lese-, Medien- und Informationskompetenz vermitteln.
In der Grundschule ist die Schulbibliothek der Ort für die ersten Leseerfahrungen, sie weckt die Freude am Lesen und vermittelt erste Bibliotheks-und Medienkompetenzen und Grundlagen des Recherchierens.
In der weiterführenden Schule dient die Schulbibliothek neben der Lesemotivation der Informationsbeschaffung, dem selbstständigen Lernen und dem Erwerb von Medien- und Informationskompetenz.
Unerlässlich ist die Schulbibliothek in der Ganztagsschule, in der sie in die Rhythmisierung des Schultages eingebunden sein sollte und zum Beispiel die Vertiefung des Unterrichtsstoffes unterstützt oder für Entspannungsphasen Raum bietet.
Konzept und Aussehen der Schulbibliothek sind abhängig vom jeweiligen Schulprofil, der Aufgabenstellung und den lokalen Gegebenheiten. Schulbibliotheken erfüllen an allen Schulen vergleichbare Aufgaben, mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Schulbibliotheken vernetzen sich durch ihre Angebote innerschulisch sowie außerschulisch und bieten so für Schülerinnen und Schüler vielfältige Zugänge zur kulturellen Bildung und zur Wissensgesellschaft.

*) Schulbibliothek, Mediothek, Schulbücherei, Selbstlernzentrum usw. – viele Begriffe können das bezeichnen, was wir im Folgenden einheitlich „Schulbibliothek“ benennen.

Zum Einstieg

Alternativtext für das Bild uploads/Video-Icon_KLEIN.jpg Lesen und lernen mit der Schulbibliothek
In einem bebilderten Kurzvortrag zeigt die Kommission Bibliothek und Schule des Deutschen Bibliotheksverbands, was sie unter „Lesen und lernen mit der Schulbibliothek“ versteht.
Alternativtext für das Bild uploads/Video-Icon_KLEIN.jpg Die Einrichtung einer modernen Schulbibliothek
Wie man aus einer Büchersammlung dank Raumplanung und Möblierung eine multimediale Lernlandschaft macht, die die Schüler anzieht und zum Verweilen einlädt. Ein bebilderter Kurzvortrag der Kommission Bibliothek und Schule des Deutschen Bibliotheksverbands.
Alternativtext für das Bild uploads/Video-Icon_KLEIN.jpg Lernwelt Schulbibliothek
ekz.bibliotheksservice GmbH hat einen Filmclip gedreht, der einen aktuellen Einblick in die Vielfalt von Schulbibliotheken gibt. Das Video vereint Expertenstimmen aus Wissenschaft, Schulpraxis und aus der Bibliothekswelt. Einig sind sich alle darin: Die Schulbibliothek ist eine unverzichtbare Institution, die Schülerinnen und Schüler fit machen kann für einen souveränen Umgang mit der Medienwelt von heute und morgen.

In Deutschland gibt es kein nationales Schulbibliotheksgesetz, das Rechtssicherheit und Grundlage für die Schulbibliotheksarbeit bilden würde. Schulbibliotheken fallen - ebenso wie das Schul- und Unterrichtswesen - in den Zuständigkeitsbereich der einzelnen Bundesländer. Sie sind somit Aufgabe von Stadt und Gemeinde bzw. Landkreis, also dem jeweiligen Schulträger.

In vielen Bundesländern gibt es Beratungsstellen und Netzwerke auf lokaler, regionaler oder überregionaler Ebene (Kooperationen), z. T. liegen dort auch Arbeitshilfen und Richtlinien für Schulbibliotheken vor.

Als internationale Grundlage für schulbibliothekarisches Arbeiten entstand zunächst 1999 das von der UNESCO herausgegebene Manifest für Schulbibliotheken, das grundlegende Standards formulierte und schließlich die von der IFLA (International Federation of Library Associations and Institutions) herausgegebenen School Library Guidelines, die in ihrer zweiten Ausgabe seit 2018 auch in deutscher Übersetzung vorliegen.