Schulmediothek - Das Fachportal für Schulmediotheken

Navi

News

IGLU-Studie: 6 % der Grundschulkinder können nicht richtig lesen

11.12.2017
© K. Reckling-Freitag

Kinderbücher

© K. Reckling-Freitag

Die Lesekompetenz der deutschen GrundschülerInnen liegt im internationalen Vergleich im Mittelfeld aller 57 Staaten und Regionen. Diese Positionierung hat sich in den vergangenen 2 Untersuchungszeiträumen nicht wesentlich verändert. Die Bandbreite von Kindern die sehr gut und sehr schlecht lesen ist allerdings deutlich größer geworden. Die Schere der Lesefähigkeit klafft weiter auseinander, als bei den letzten Untersuchungen. Knapp 6 % der GrundschülerInnen haben nur ein rudimentäres Leseverständnis. Nur in vier anderen Ländern sind diese Werte noch schlechter. Gleichzeitig ist der Anteil der sehr guten LeserInnen von 9 auf 11 % gestiegen. Allerdings erreichen andere Länder bis zu 20 % sehr gute LeserInnen.
In Deutschland muss daher aus diesen Ergebnissen deutlicher Handlungsbedarf im Bereich der Leseförderung abgeleitet werden.
IGLU ist eine internationale Studie, die die Lesekompetenzen der SchülerInnen am Ende der 4. Klasse vergleicht. 2016 hat Deutschland sich bereits zum vierten Mal an dieser Studie beteiligt. IGLU ist Teil des Bildungsmonitorings in Deutschland, das die systematische Entwicklung nun über 15 Jahre hinweg beobachtet.
Die Lesekompetenzen werden sowohl für die Gesamtheit der SchülerInnen untersucht, als auch für Gruppen mit einzelnen Merkmalen wie Geschlecht, sozialer Herkunft, Migrationshintergrund.

Weiterführende Links:
IGLU Studie 2016 (veröffentlicht 5.12.2017)


Redaktionskontakt: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.