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Vorlesestudie 2019 veröffentlicht

04.11.2019
Vorlesen

Familiäre Vorlesesituation

© Stiftung Lesen

„Viele Eltern verstehen den Begriff des Vorlesens zu eingeschränkt. Vor allem jene, die selten vorlesen, denken nur an das klassische Lesen von Buch mit Text. Auch Comics und Bilderbücher anschauen oder das Erzählen von Geschichten hilft den Kindern, Sprache zu entwickeln und lesen zu lernen“, erklärt Jürgen Kornmann, Leiter Marketing & PR der Deutschen Bahn und Beauftragter Leseförderung der Deutsche Bahn Stiftung.
Dies zeigt die in Berlin vorgestellte Vorlesestudie 2019. Die Studie ist, wie der Bundesweite Vorlesetag am 15. November, ein gemeinsames Projekt von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung.
Rund 32 Prozent aller Eltern in Deutschland lesen ihren Kindern im Vorlesealter von zwei bis acht Jahren zu selten oder nie vor. Dieser Wert hat sich seit 2013 nicht verändert. Vor allem Eltern mit formal niedriger Bildung lesen zu selten oder nie vor (51%) und haben darüber hinaus einen besonders konservativen Vorlesebegriff. Die Studie hat zudem herausgefunden, dass berufstätige Mütter mehr vorlesen als nicht berufstätige. Im Vergleich lesen 27 Prozent berufstätiger Mütter zu selten vor, bei den nicht berufstätigen sind es 39 Prozent. Väter sind weiterhin Vorlesemuffel, 58 Prozent von ihnen lesen selten oder nie vor.
Eine Empfehlung der Initiatoren lautet daher, mit Maßnahmen zur Sensibilisierung und Motivation von Eltern nicht nachzulassen und vor allem (vor)leseferne Zielgruppen noch stärker zu fokussieren und in ihren Lebenswelten anzusprechen.
Die Vorlesestudie wird seit 2007 jährlich durchgeführt. 2019 hat KMF Krämer Marktforschung GmbH im Juni und Juli 700 Eltern von Kindern im Alter von 2 – 8 Jahren (490 Mütter, 210 Väter) telefonisch befragt. Die Ergebnisse seien damit repräsentativ für diese Zielgruppen.


Weiterführende Links:
Pressemitteilung Vorlesestudie 2019
Informationen und Downloadmöglichkeiten Vorlesestudien
Medienempfehlungen zur Vorlesestudie 2019

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